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Junge Liste startet geschlossen in Kommunalwahlkampf

Jahreshauptversammlung bestätigt Vorstand und lobt Arbeit des Bürgermeisters

Turnusgemäß hatte die Höchstadter Junge Liste am Samstagnachmittag zu ihrer Jahreshauptversammlung geladen. Neben einer Rückschau auf die Arbeit des letzten Jahres stand dabei die Neuwahl der Vorstandschaft auf dem Programm. Dabei wurde Axel Rogner einstimmig im Amt bestätigt. Gleichzeitig sorgen neue Gesichter für eine Verjüngung der Gruppierung – die sich für die kommende Kommunalwahl gut gerüstet sieht.

Die Junge Liste, dies machte Axel Rogner in seinem Rechenschaftsbericht deutlich, ist ein politisches Schwergewicht in der Region. „Wir haben bei der letzten Stadtratswahl vor fünf Jahren ein Mandat dazu gewonnen“, erinnert der 1. Vorsitzende. „Das war ein Riesenerfolg. Immerhin sind wir gut 20 Jahre maßgeblich an der Stadtpolitik beteiligt – und nicht alle Entscheidungen waren einfach“. Gute Stadtpolitik zu betreiben, da ist sich Rogner sicher, wird auch in Zukunft nicht einfacher. „Wir werden bei der kommenden Wahl die eine oder andere Liste mehr im Rathaus vertreten haben. Außerdem wird politische Auseinandersetzung auch vor Ort härter und persönlicher. Da fallen alle Hemmungen“, beklagt Rogner. Dies, da sind sich alle einig, ist nicht der Stil der Jungen Liste. Die setzt viel mehr auf das direkte Gespräch mit dem Bürger – und will mit Transparenz und Leistung punkten. Dabei setzt man auch auf überregionales Engagement innerhalb der Freien Wähler. Anders als in rein ländlich geprägten Gebieten hat es die Dachorganisation der Jungen Liste in städtisch geprägten Räumen wie Erlangen-Höchstadt schwer. „Trotzdem haben Christian Enz bei der Landtagswahl und Dr. Martin Oberle im Bezirk hervorragende Ergebnisse eingefahren“, unterstreicht Rogner. „Dies zeigt, dass unsere sachorientierte Herangehensweise bei den Menschen ankommt“.

Erfolgsmodell Bürgernähe

Möglich ist diese, das stellte Rogner klar, nur durch eine enge Verwurzelung in der Region. Die kommt nicht von ungefähr. „Wir übernehmen auch auf Kreisebene wichtige Funktionen. Innerhalb der Freien Wähler und innerhalb des Kreistages. Deshalb wissen wir, was los ist – und können Höchstadt richtig ausrichten“. Auch hat sich die offene Fraktionssitzung zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Einmal im Monat laden die Stadträte der Jungen Liste zum Bürgerdialog. Neben den Mitgliedern haben alle Höchstadter dabei die Gelegenheit, Inhalte in die Stadtpolitik einzubringen – oder sich aus erster Hand zu informieren. „Das ist für unseren Fraktionsvorsitzenden Michael Ulbrich eine ganze Menge Arbeit“, betont Rogner. „Das fängt mit der Vorbereitung an“. Zu der gehört die Suche nach einer geeigneten Lokalität. Denn die Junge Liste trifft sich nicht in einem Stammlokal. „Wir versuchen in loser Folge alle Ortsteile zu besuchen“, erläutert Rogner. Dann muss die Sitzung inhaltlich vorbereitet werden. „Dabei geht es auch darum, Leute einzubinden die nicht auf dem gleichen Kenntnisstand sind, wie die Räte“. Außerdem gilt es den Gesprächsabend zu leiten. „Alle zu Wort kommen zu lassen und gleichzeitig den Themenplan einzuhalten, ist nicht einfach. Wir sind eben ein redseliger Haufen“, merkt Rogner schmunzelnd an.

Doch Geselligkeit ist auch ein Teil des Erfolgsrezeptes der Jungen Liste. Die ist keine Partei, sondern ein Verein. Deshalb hat neben der politischen Arbeit auch das fröhliche Miteinander einen hohen Stellenwert. „Deshalb danke ich Josef Beßler, dass er jedes Jahr eine klasse Weihnachtsfeier auf die Füße stellt“, lobt Rogner. „Das ist weit und breit die beste Weihnachtsfeier und die bestbesuchte Veranstaltung der Jungen Liste“. Regelmäßige Besuche von Vereinsfesten und Kirchweihen haben ebenso einen festen Platz im Vereinsjahr. „Künftig werden wir aber noch mehr anbieten. Etwa Radtouren oder Ausflüge“, verspricht Rogner. Denn dies war der Wunsch zahlreicher Mitglieder.

Keine Gegenstimmen

Damit verbunden ist freilich viel Arbeit. Um diese in der geforderten Qualität zu bewältigen, setzt die Junge Liste auf einen großen Vorstand – der am Wochenende neu gewählt wurde. Durchgeführt wurden die Wahlen von Gerald Brehm, Regina Dukart und Michael Ulbrich – die alle einstimmig zur Wahlleitung bestimmt wurden. Diesmal eine dankbare Aufgabe, denn es kam bei der sorgfältig vorbereiteten Wahl zu keiner Kampfkandidatur. Vielmehr wurden alle Positionen einstimmig gewählt. Damit führt Axel Rogner die Junge Liste in den kommenden Wahlkampf. Als Stellvertreter stehen ihm Johannes Denzler, Frank Greif und Marcus Schmitt zur Seite. Außerdem gehören dem Vorstand Margarethe Ulbrich (Kasse), Susanne Hocke (Schriftführer) und Christian Enz (Pressesprecher) an. Zu Beisitzern wurden Johannes Riegler, Irene Häusler, Jochen Tohol, Georg Niklas und Tobias Keim gewählt. Kassenprüfer bleiben Jeanette Exner und Lorenz Niklas.

Die Vorstandswahl, so bewertete Gerald Brehm, ist ein beispielloser Beleg für Teamgeist. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, und wäre vor 20 Jahren auch in unseren Reihen so noch undenkbar gewesen“, so der Bürgermeister. „Ihr seid bereit, alles für Höchstadt zu geben. Ich bin ebenfalls bereit, mich weiterhin mit voller Kraft für meine Heimat einzusetzen. So geht gute Politik“, freut sich Brehm und sieht die Junge Liste für die kommenden Wahlen gut gerüstet. Dies bestätigt auch Margarethe Ulbrich. „Die Spenden unserer Mitglieder sind im letzten Jahr zwar etwas zurück gegangen. Aber wir haben sparsam gearbeitet – die Finanzlage ist gut“.

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